Hier ist der Baubericht meiner Corsair-F4U von Black Horse (ARF Modell).

Erstellt von Guido Eckstein.

Das Modell kam in zwei großen Kartons bei mir an. Schnell mal ausgepackt und die Einzelteile begutachtet. Typisch ARF, aber eine sehr gute Qualität.

Zuerst habe ich die Decals auf den Rumpf aufgebracht.


  

 

Die Rumpfkonstruktion ist sauber hergestellt.

   

 

Der Blick zum Heck.

 

 

Hier die Frontpartie ohne......                                                             ..... und mit Motorhaube.

 

 

Für die Befestigung der Motorhaube habe ich mir diese Lösung ausgesucht.

 

Die vier Buchenholzklötzchen sind mit Inbusschrauben und Einschlagmuttern am Ringspant befestigt. Wenn der Motor montiert, und die Motorhaube ausgerichtet ist, werden die Buchenholzklötzchen an die Innenseite der Motorhaube mit Sekundenkleber angeheftet und anschließend mit Epoxy angeharzt.

 

Hier nochmal im Detail.

 

 

 

Nun zum Thema Motor:

Der Hersteller empfiehlt einen Antrieb ab 50ccm. Da ich diesmal einen Boxermotor einbauen wollte, habe ich mich für den 75ccm Boxer von Mintor Motors (erhältlich bei Modellbau Hölzwimmer) entschieden. Dieser Motor passt von der Breite her komplett unter die Motorhaube.

  

Die Abgase werden über einen zwei-in-eins-Krümmer in einen Krumscheiddämpfer geleitet.

Der Dämpfer soll im Rumpf eingebaut werden. Dafür ist dort aber kein Platz.

Also: Fräser zum Einsatz gebracht und erst mal raus mit den Brettchen.

 

Der Rumpfinnenraum sieht jetzt so aus:

 

 

 

Als nächstes habe ich ein Fenster für den Krümmer gefräst.

 

 

Dann folgte ein erstes Maßnehmen von Motorspant, Motor und Motorhaube.

Leider musste ich feststellen, dass der Ansaugtrichter am Motor zu hoch ist, so dass dieser an die Innenseite der Motorhaube anstößt.

Daraufhin stellte ich einen neuen Ansaugtrichter aus einer Messingplatte und einem Edelstahlrohr mit 25mm Durchmesser her.

 

 

Passt.

 

 

Jetzt habe ich mal die Tragflächen an den Rumpf geschraubt und das Leitwerk probehalber aufgelegt.

 

 

Die Höhenruderauflage mußte etwas angepasst werden. Die EWD beträgt nun 0,5°.

  

 

Jetzt habe ich das Leitwerk festgeharzt.

 

 

In diversen Foren und Flugberichten wird immer wieder über das minderwertige Fahrwerk berichtet. Ich habe es auch ausgebaut und werde es durch ein Behotec-Fahrwerk C36/2 ersetzen.

 

 

Als nächstes habe ich die Querruder- und Landeklappenservo´s eingebaut und die Anlenkungen hergestellt.

 

 

 

Die Montage der Landeklappenscharniere:

 

 

Zurück zum Rumpf:

Nachdem der Motor einige Tankfüllungen Sprit geschlürft hat, habe ich ihn vom Teststand gennommen und eingebaut.

 

 

 

 

Die Cockpithaube vom Pilot "Jupp" habe ich mit Metallstifte versehen.

 

 

Als nächstes habe ich die Zündung, das Gasservo und das Chokeservo eingebaut.

 

 

Der Schalldämpfer wird vom Krumscheid-System gehalten.

 

 

Ich habe zwei Drucktanks im hinteren Bereich eingebaut.

 

 

Um den Bereich über den Servo´s nutzen zu können, habe ich mir einen Zwischenboden gebaut.

 

 

Auf diesen Zwischenboden befinden sich später der Empfänger, eine Weiche von Modellbau Engel und das Ventil vom Fahrwerk.


Weil der Schalldämpfer sehr nahe am Rumpfrücken ist, habe ich diesen Bereich mit Alufolie beklebt.

Desweiteren wurde der hintere Bereich des Rumpfes, vom Schalldämpferbereich räumlich getrennt.

 

Jetzt muß die heiße Luft, die um den Schalldämpfer entsteht, aus dem Rumpf heraus. Dazu verwende ich einen Impeller. Dieser bläst die heiße Luft durch die Tragflächen und der äußeren Tragflächenabdeckung heraus.

 

 

 

Der Zwischenboden für die Elektronik ist jetzt auch fertig.

 

 

Im Bereich des Schwerpunktes wird der Tank montiert. Dazu habe ich zwei Aluwinkel zur Befestigung eingeharzt und mit Gewindelöcher versehen.

 

 

Nun zu den Tragflächen.

Es ist in einem Forum zu lesen, daß ein Hauptholm in der Nähe des Fahrwerkschachtes zu schwach hergestellt sein soll. Ich habe an dieser Stelle die Farbe entfernt und anschließend beide Seiten des Hauptholmes mit jeweils drei Lagen CFK-Gewebe verstärkt.

 

 

Für die Behotec-Fahrwerke mußte ich die Aufnahme verändern.

Zuerst habe ich für die seitliche Abstützung etwas Platz geschaffen.

 

Anschließend habe ich mir aus Sperrholz passende Klötzchen hergestellt und in der Höhe angepasst.

 

Den Einbaubereich habe ich von der Farbe befreit.

 

Hier sind die neuen Fahrwerksaufnahmen mit UHU-Endfest eingeharzt.

 

Jetzt noch ein Schutzlack gegen die Feuchtigkeit.

 

Die innere Rippe muß noch ausgearbeitet werden, damit die seitliche Abstützung des Fahrwerkbeines dort angeschraubt werden kann. Zusätzlich habe ich diese Rippe auf beiden Seiten mit Buchenholz verstärkt.

 

 

Hier sieht man die fertige Fahrwerksaufnahme. Die Übergänge sind verschliffen und die Gewindelöcher geschnitten.

 

 

Das Fahrwerksbein ist probehalber montiert und eingestellt.

 

 

Nun habe ich den offenen Bereich wieder mit 1,5mm Balsabrettchen verschlossen.

 

 

Jetzt alles wieder mit Folie (Oracover) bebügelt.

 

Die vom Hersteller montierten Hebel, die die Fahrwerksklappen beim Einfahren schließen sollen, mußte ich entfernen. Die Fahrwerksklappen werden später mit einer anderen Methode verschlossen.

 

 

Hier sieht man die MPX-Buchsen für die elektrische Verbindung zwischen Rumpf und Tragfläche. Die beiden Festo-Schläuche kommen vom Fahrwerksventil und werden über Y-Verbinder jeweils mit den Tragflächen verbunden.

 

 

Hier wird kein Platz verschenkt.

 

 

Jetzt habe ich den Abluftkanal in die Tragfläche eingebaut. Einfach ein dünnes Balsabrettchen wässern, anpassen und einkleben. Die offenen Löcher zur Wurzelrippe ebenfalls mit Balsa verschließen und mit Folie bebügeln.

 

 

Das Ganze jetzt noch für die zweite Tragflächenhälfte und mal montieren. Im Inneren sieht man den Impeller mit der Moosgummidichtung.

 

 

Die Rumpfabdeckung habe ich an passender Stelle geöffnet und mit Aluminium-Luftleitbleche verkleidet.

 

   

Für eine optimierte Kühlluftführung habe ich in der Motorhaube zwei Balsabrettchen eingeklebt.

 

Hier sieht man das Ergebnis. Die einströmende Kühlluft wird direkt auf die Zylinder geleitet.

 

 

Ich mußte jetzt mal den Vierblatt-Prop mit Aluspinner montieren. Sieht gut aus, find´ich. Vielleicht werde ich die Sternmotoratrappe noch etwas farblich gestalten.

 

Jetzt habe ich endlich eine Lösung für die Anlenkung der Fahrwerksklappen gefunden.

 

Eine elektrisch betriebene Fahrwerksmechanik (Metallgetriebe, ca. 1,5kg Zug-Druckkraft) steuert über ein Ruderhorn die erste Klappe an. Von dort aus geht eine 2mm CFK-Stange rüber zur zweiten Klappe. Diese Anlenkung kann optimal eingestellt werden.

 

 

Das Rad hat genügend Platz im Radschacht. Bemerkung: Das Servokabel wird natürlich später nicht mehr zu sehen sein. Ebenso werden die Steuerstangen noch eingeschwärzt.

 

 

Der Tank ist fertig. Er ist nach dem System von Tony Clark aufgebaut und fasst 1 Liter Kraftstoff.

 

 

 

Hier sind die ersten Bilder der fertigen Corsair.

 

Endlich! Der Erstflug war am 20. Juli 2013.

Nach einer kurzen Startstrecke hob die Corsair ab. Es wurden einige Trimmrunden geflogen. Mein Fliegerkollege Stefan K. unterstützte mich bei verschiedenen Steuerungen. Ralf H. war zufälligerweise mit seiner Kamera vor Ort und dokumentierte den Erstflug.

Die Landeklappen wurden auf 30mm gesetzt. Damit kann man schöne langsame Überflüge machen. Bei 60mm wird die Corsair langsam wie ein Trainermodell. Dies ist auch die Einstellung für die Landung.

 

 

 

 

 

 

Wer Fragen bezüglich der Corsair hat, kann mich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichen.