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Eine wichtige Frage zu Beginn ist: Welches Modell?

Diese Frage ist in der Tat bei der Vielfallt von Herstellern und Modellen nicht leicht zu beantworten. Ich versuche es einmal ohne einen speziellen Hersteller zu bevorzugen.

Easy von PAF
Das Modell besteht aus EPP und ist fast unzerstörbar. Der Bauaufwand ist sehr gering, doch mit seinen 88 cm Spannweite ist das Modell nicht gerade ein Riese und deshalb fast nicht bei Wind zu fliegen, da es keine große Masse hat. Für eine Jugendgruppe ist es deshalb nur bedingt geeignet. Es besitzt nur Seiten- und Höhenruder, was die Kosten niedrig hält. Für die Kleinen, die mal mit den größeren Geschwistern mitkommen, reicht es aber - oder als Indoortrainer beim Hallenfliegen ist der Easy auch super geeignet. Die Kosten mit Motor und 2 Servos liegen bei ca. 95,- Euro.

EasyStar von Mutiplex
Das Modell besteht aus Elapor, ist robust und lässt sich mit Sekundenkleber schnell reparieren. Der Bauaufwand ist gering, doch mit knapp 1,40m ist auch dieses Modell nicht sehr groß und deshalb noch recht empfindlich bei Wind. Es besitzt wie der Easy von PAF nur Seiten- und Höhenruder, was die Kosten ebenfalls niedrig hält. Der Einsatzbereich ist dadurch aber auch etwas eingeschränkt und führt schnell zum Wunsch etwas Neues haben zu wollen. Die Kosten mit Motor, 2 Servos und Regler liegen bei ca. 120,- Euro.

EasyGlider von Multiplex
Der EasyGlider besteht aus Elapor, ist robust und lässt sich mit Sekundenkleber schnell reparieren. Der Bauaufwand ist gering und kann mit seinen 1,80m Spannweite auch schon mal etwas Wind vertragen. Er ist schon eine Weile auf dem Markt und schon ein Klassiker unter den Anfängermodellen. Das Modell besitzt Quer-, Seiten- und Höhenruder und ist daher über längere Zeit ein treuer Begleiter. Bei uns auf dem Platz werden auch öfters alte Hasen mit diesem Modell gesehen, wenn sie nur mal entspannt eine Runde fliegen wollen. Der Nachteil ist nur, dass 4 Servos nötig sind und dadurch die Kosten schon etwas höher liegen. Die Kosten mit Motor, 4 Servos und Regler betragen bei diesem Modell ca. 165,- Euro.

SE 10 Sport plus von Simprop
Die SE10 Sport plus ist das Jugendmodell schlechthin. Es muss noch richtig aus Holz in der Jugendgruppe gebaut werden. Es kann mit Elektro- als auch Verbrennungsmotor ausgestattet werden. Es ist zwar sehr Robust, doch durch die Holzbauweise sind Reparaturen aufwendiger als bei geschäumten Modellen. Auf der anderen Seite entsteht so eine tiefere Beziehung zu dem Modell, was nicht unbedingt ein Nachteil ist. Wenn man so einen Flieger wieder repariert hat, kann man meistens endgültig richtig bauen und das gehört bei diesem Hobby mit dazu. Die Kosten sind bei diesem Modell sehr variabel. Das Modell wird vom Deutschen Modellflieger Verband (DMFV) vertrieben. Die Kosten ohne RC-Komponenten liegen bei 79,90 Euro.

SE 300 von Simprop
Die SE 300 ist ein HighTech Wettbewerbssegler für Jugendliche die diesen Sport ernsthaft betreiben wollen und schon fliegen können. Dieses Modell ist das beliebteste Modell auf den Jugendwettbewerben, es sind aber 4 hochwertige Servos nötig, was den Preis schnell nach oben schießen lässt. Ein Computersender mit Mischprogrammen ist ebenfalls ein Muss, jedoch sind diese in den letzten Jahren deutlich im Preis gefallen. Mein Sohn fliegt sie jetzt seit über 5 Jahren im Wettbewerbseinsatz und hat über 400 Start´s und Landungen hinter sich. Die SE 300 kann auch mit einen Elektromotor ausgestattet werden, dann muss man allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen und erreicht schnell die 300.- Euro Grenze. Die Kosten als Segler ohne Servos liegen beim DMFV bei 128,50 Euro.